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Jascha

Janosch

Ein Ticket ins Glück geholt!

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Jascha war einer der vielen Hunde, den das Leben schon einmal hart bestraft hatte: er hatte nie ein Zuhause, hat in seinem Leben nie genug gegessen und ist von niemandem gestreichelt worden.

Als die Straßen in Moskau wieder mal von den Straßenhunden „gesäubert“ wurden, wurde Jascha mit vielen anderen Hunden ins Tierheim gebracht.  

Bei den anderen Hunden wäre es vielleicht auch kein großes Problem, doch Jascha hatte eins: er war alt und hätte in Russland keine Chance mehr, vermittelt zu werden.

Drei lange Jahre verbrachte der arme Hund im Tierheim zusammen mit über fast tausend Hunden. Jede Minute musste er ums Überleben kämpfen und hatte es dort alles andere als leicht.

Mit der Zeit bekam Jascha Gesundheitsprobleme: sein Fell begann herauszufallen. Um den Hund in die Klinik bringen zu können, um die Ursache festzustellen, mussten sich die Mitarbeiter was einfallen lassen: er traute den Menschen nicht, hatte Angst, versteckte sich wo er konnte und spielte tot, damit man ihn in Ruhe lässt. In der Klinik wurde er dann lange untersucht, bis die Ursache seines Leidens endlich klar war: sein Haarausfall war bedingt durch das karge und schlechte Essen und eine Krankheit, die dringend eine Operation benötigte.

Jascha wurde operiert und sollte wieder in seinen engen und kalten Käfig zurückkehren, wo er den Rest seines Lebens verbringen sollte, als das Schicksal dann doch gnädig mit ihm war und ihm zu Weihnachten ein königliches Geschenk machte: eine liebevolle Besitzerin und ein eigenes Zuhause.

Die Frau, die auf Jascha aufmerksam geworden ist und ihm damit das Ticket ins Glück schenkte, rührte weder sein Alter noch seine Erkrankung. Sie wartete geduldig, bis er nach der Operation zu Kräften kam, um ausreisen zu können, und machte wirklich alles, damit Jascha alles hat, was ihm das Schicksal einst genommen hat.

Jascha heißt jetzt Janosch.

Er lebt mit seinem supernetten Frauchen und zwei älteren Hündinnen zusammen, mit denen er bestens auskommt.

Ingrid Beigel:

„... Janosch kam ziemlich verstört und ängstlich in Deutschland an. Für meine Verhältnisse war er auch abgemagert. Er war verunsichert und wusste nicht, wo er ist und was mit ihm jetzt geschieht“.

Doch das ließ das Frauchen nicht aus der Ruhe bringen. Sie hatte unendlich viel Herz und Verständnis für Janosch, drängte ihn zu nichts und nahm ihn so, wie er ist. Schon bald gewöhnte er sich an viele Dinge, die jeder Haushund so kennen sollte. Er geht gern und viel mit seinem Frauchen und Hunden spazieren, springt aufs Sofa oder erholt sich genüsslich in seinem eigenen Körbchen. Dreimal am Tag wird für ihn gekocht – er bekommt Frischfleisch, da es für sein Fell gut ist. Was er noch nicht ganz fassen kann – die reichlichen Streicheleinheiten, die er über Maßen von seinem Frauchen bekommt.

Ingrid Beigel:

"... Das gefällt ihm so sehr, dass er 20 – 30 Mal am Tag zu mir zum Streicheln kommt. Er ist so zärtlich! Ich schmuse mit ihm dann. Manchmal legt er mir den Kopf auf meinen Schoß und genießt einfach die Nähe. Dabei machter es so galant, wie ein echter Gentlemen. Ich bin so froh, dass ich ihn habe! Ich habe meine Entscheidung keine Sekunde bereut!“

Es hätte Janosch nicht besser treffen können. Auch er darf jetzt für immer Angst, Hunger und Einsamkeit vergessen und nur noch sein Leben genießen. Er hat jetzt jemanden, der sich dermaßen liebevoll und verantwortlich um ihn kümmert und dem er vertrauen und seine grenzenlose Liebe schenken kann! 

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